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Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Anthroposophische Psychotherapie e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Anthroposophische Psychotherapie DtGAP wurde am 8.11. 2008 in Berlin-Havelhöhe gegründet. Sie hat sich aus dem Institut für anthroposophisch orientierte Psychotherapie heraus entwickelt, das 1979 in der Filderklinik entstand als Fachgruppe der Arbeitsgemeinschaft Anthroposophischer Ärzte Stuttgart e.V.
Ab 1975 haben insbesondere Paul von der Heide, Käthe von Weizsäcker, Werner Priever und Herta Lauer an diesem Gründungsimpuls gearbeitet, nachdem 1973 Professor Bernhard Lievegoed in Holland eine Arbeitsgruppe für Psychiatrie und Psychotherapie in den Niederlanden gründete und ab 1978 eine dreijährige Fortbildung initiierte, deren Essenz er in seinem Buch „Der Mensch an der Schwelle“ dargelegt hat.

Die Wurzeln der jetzigen Deutschen Gesellschaft für Anthroposophische Psychotherapie führen zu Friedrich Husemann, einem Schüler Rudolf Steiners seit 1910, der 1930 unweit von Freiburg in Wiesneck, einem Ortsteil von Buchenbach, einer kleinen Gemeinde am Rande des Höllentals nahe der Bahnstation Himmelreich, ein psychiatrisches Sanatorium gründete, die später nach ihm benannte Friedrich-Husemann-Klinik. Er initiierte zudem eine psychiatrische Hochschultagung, die bis heute in veränderter Form jährlich am Goetheanum stattfindet. Friedrich Husemann ist auch der Verfasser und Herausgeber des dreibändigen grundlegenden Werkes über Anthroposophische Medizin mit dem Titel: „Das Bild des Menschen als Grundlage der Heilkunst“, das erstmals 1951 erschien.
Ihm folgte Rudolf  Treichler als Leiter der Friedrich-Husemann-Klinik nach und Werner Priever, der mit zu den Gründern des Institutes für anthroposophisch orientierte Psychotherapie gehörte.
Das Institut für anthroposophisch orientierte Psychotherapie unter der Leitung von Paul  von der Heide organisierte von 1979 bis 1987 zweimal jährlich Tagungen in der Filderklinik. Ab 1987 wechselte der Tagungsort und das Institut von der Filderklinik an die Friedrich-Husemann-Klinik zusammen mit Dieter Beck, der die Leitung der Husemann-Klinik übernahm und das Institut zunächst zusammen mit Paul von der Heide, später allein weiterführte.
Enge Mitarbeiter dieser Tagungen waren Professor Hugo Solms aus Genf, die bereits genannten Werner Priever und Herta Lauer, Ad und Henriette Dekkers aus Holland sowie Waltraud  Tramsen aus München. In den weiteren Jahren waren mit dem Tagungsimpuls zudem Ilse Müller, Kathrin Studer-Senn und Michaele Quetz verbunden.

Etwa ab 1997 traten zwei  Strömungen in dem Institut zum Vorschein,  zum einen ein eher esoterischer Impuls, verbunden mit Dieter Beck, Cordula Falt und Wolfgang Drescher und ein eher exoterischer Impuls, der insbesondere mit Barbara Sieber und Eckhard Roediger nach einer Neuausrichtung des Instituts suchte. Diese Neuorientierung wurde als „Arbeit an einem neuen Gefäß für Anthroposophische Psychotherapie“ bezeichnet. Im Jahre 2002 wurde hierfür ein erstes Leitbild erstellt.
Da das Institut eine „Fachgruppe“ der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte war, konnten zwar ärztliche Psychotherapeuten ordentliches Mitglied  in der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte werden. Psychologische  Psychotherapeuten waren zunächst von der Mitgliedschaft ausgeschlossen, bekamen dann die Möglichkeit, als außerordentliches Mitglied in die GAÄD aufgenommen zu werden. Dies warf jedoch Fragen auf, ob angesichts der zunehmenden Anzahl psychologischer Psychotherapeuten ein eigener Berufsverband zu gründen sei. In enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte Deutschlands und der medizinischen Sektion am Geotheanum war es insbesondere Michaele Quetz, die sich für eine Gründung der Deutschen Gesellschaft für Anthroposophische Psychotherapie als das oben  erwähnte neue „Gefäß für Anthroposophische Psychotherapie“ einsetzte.

Seit der Gründung der Deutschen Gesellschaft für anthroposophische Psychotherapie DtGAP 2008 ist die Mitgliederzahl auf über 100 angestiegen. Jeweils im Frühjahr und im Herbst finden Tagungen zur Weiterentwicklung der anthroposophischen Psychotherapie statt.
Im Mai 2011 wurde nach intensiver Vorarbeit eine Anerkennungsordnung erstellt,  die die Zertifizierung zur „Anthroposophische Psychotherapie DtGAP“ regelt. Inzwischen haben über 50 Therapeuten diese Zertifizierung erhalten.
2012 erschien ein Sammelband unter dem Titel. „In der Nacht sind wir zwei Menschen „ Arbeitseinblicke in die anthroposophische Psychotherapie, herausgegeben von Johannes Reiner, in dem verschiedene Zugangs- und Arbeitsweisen von Therapeuten dargestellt werden, die Anthroposophie und Psychotherapie in Verbindung bringen.“
Seit Frühjahr 2014 besteht ein kontinuierliches Fortbildungsangebot mit Einführungs- und Grundlagenseminaren, regionalen Arbeitsgruppen in 7 Städten Deutschlands sowie Angebote zum Einzelmentoring. In diesem Angebot geht es darum, die „handwerklichen“ Fähigkeiten aus einer Psychotherapieausbildung mit einem spirituellen Menschenverständnis zu verbinden, um gute Entwicklungsbedingungen für das „Werdende“ im Patienten zu bereiten.

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Dr. Holger Bahr:

Unser früheres Vorstandsmitglied und langjähriger Mitgestalter unserer Gesellschaft und unserer Tagungen, Dr. phil. Holger Bahr, ist am 11. Juli 2015 überraschend gestorben. Von ihm gingen wesentliche Impulse für unsere Arbeit aus und wir sind in tiefer Dankbarkeit mit ihm verbunden.
Ein Nachruf von Isa-Katharina Fromberg zu Dr. Holger Bahr kann hier eingesehen, bzw. heruntergeladen werden:  Nachruf Holger Bahr/strong

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Tagungsberichte / -chronik

Frühjahrstagung 5.-7. Mai 2017
Weiter-Entwicklung von Therapie-Strategien in der Anthroposopischen Psychotherapie: Gegenwärtiges und Zukünftiges
Herdecke, Dörte Krause Institut

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Herbsttagung und Mitgliederversammlung Oktober 2016
Haltekraft und Geistesgegenwart in der therapeutischen Beziehung
Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

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Frühjahrstagung Mai 2016
Sucht und Ich-Entwicklung
Fachklinik für Drogenkrankheiten – Siebenzwerge in Salem
Download PDF: Tagungsbericht-Frühjahrstagung 2016

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Vom 01.-03. Mai 2015 fand die Frühjahrstagung der DtGAP im Südschwarzwald, in der Friedrich-Husemann-Klinik, statt, die knapp 100 Teilnehmer zählte.

Das Thema war: „Weiterdenken – Anthroposophische Psychotherapie und Psychiatrie der Gegenwart und Zukunft“. Am Freitagnachmittag berichtete die Geschäftsführerin der Klinik, Frau Silvia Renkewitz, über Friedrich Husemann, den Gründer der Klinik und die Geschichte der Klinik. Dem folgte eine ausführliche Darstellung zum „vorgeburtlichen Lebensraum“ von Frau Dr. Schwemmle. Am Abend fand dann eine Podiumsdiskussion zu dem Thema „Weiterdenden – anthroposophische Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik“ statt. Teilnehmer waren Herr Prof. Dr. Dr. Wolf-Ulrich Klünker, Philosoph und anthroposophischer Vordenker, Klaus Herbig, Psychologe und Psychotherapeut aus Zürich und stark mit der meditativen Arbeit verbunden, Dr. med. Christian Schopper, Psychiater und Psychotherapeut aus Zürich und im universitären Umfeld verankert und Dr. med. Michaele Quetz, die über 25 Jahre mit der anthroposophischen Psychosomatik und Psychotherapie verbunden ist.
Am Samstag Morgen hielt Herr Prof. Dr. Dr. Wolf-Ulrich Klünker einen Vortrag zu dem Thema „Zukunft als Lebensdimension der Seele – Geisteswissenschaftliche Aspekte einer Psychologie des 21. Jahrhunderts“. Dem folgten noch verschiedene Arbeitsgruppen und Vorträge von Frau Stempflinger, Kinder- und Jugendpsychiaterin („ich.live – ein Koordinatensystem der Dreigliederung für die psychosomatische Arbeit“) und Herr Dr. med. Horn mit „Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bei Jugendlichen unter Einbeziehung anthroposophischer Organbehandlung“. Frau Dr. Kaufmann, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und ärztliche Leiterin der Friedrich-Husemann-Klinik, beschrieb die Organkräfte und deren Beziehung zu psychischen Störungen bei Erwachsenen.
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Vom 03. bis 05. Oktober 2014 fand die Herbsttagung der DtGAP wieder in  Berlin, Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, mit dem Thema „Angst und Entwicklung“ statt.

Den Einführungsvortrag hielt Dr. Holger Bahr, Psychologe und Psychotherapeut am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe.  Er sprach über „Psychotherapie und Spiritualität, Psychotherapie und die Angst vor Freiheit und Verantwortung“. Am Samstag begann die Fortbildung mit gemeinsamer Eurythmie (Theodor Hundhammer), der eine Darstellung über „der Ursprung der Sorge. Wie kann das aktive Denken und Erleben angeregt werden?“ von Dr. Harald Haas, Psychiater und Psychotherapeut aus Bern, folgte. Achim Weiser, Psychologe und Psychotherapeut aus Witten erläuterte „Konzentrations- und Achtsamkeits-Übungen von Kühlewind“. Den abschließenden Vortrag am Sonntag hielt Wolfgang Drescher zum Thema „Angst in der Paartherapie, Imagination und Angst“.

Am Samstag Abend fand die ordentliche Mitgliederversammlung2014 statt. Dabei war die Neuwahl des Vorstandes notwendig. Michaele Quetz und Thomas Hermann kandidierten nicht mehr. Neu wurde Ursula Schöbel und Achim Weiser in den Vorstand gewählt.

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Vom 02.-03. Mai 2014 fand die Frühjahrs-Tagung unserer Gesellschaft in der Schweiz statt. Wir waren zu Gast in der Arlesheimer Klinik, Haus Ita Wegmann. Es waren 60 Teilnehmer gekommen.

Den Einführungsvortrag zur Rationellen Psychotherapie hielt Prof. Dr. med. Peter Selg (Facharzt für Jugendpsychiatrie, Ita Wegmann Institut für Grundlagenforschung, Arlesheim). Er berichtete von dem pioneerartigen Wirken von Ita Wegmann und wie der Begriff der Rationellen Psychotherapie verstanden werden kann.
Klaus Herbig, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, Zürich, zeigte auf, wie er in seiner therapeutischen Arbeit den Grundsteinspruch Rudolf Steiners als ein Instrument für eine meditative Seelendiagnostik verwendet. Er leitete zu Übungen an, die den Teilnehmern das Vorgehen erfahrbar machten.
Frau Marjolein Schulthess-Roozen, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik Arlesheim und Frau Vita Munda, Fachärztin für Allgemeinmedizin, ebenso Klinik Arlesheim, berichteten von der Arbeit auf ihren Stationen. Dabei wurde spürbar, wie in dieser Klinik, die ja bereits zu Lebzeiten Rudolf Steiners von Ita Wegmann gegründet wurde, noch heute der anthroposophische Impuls sehr lebendig ist.
Pia Büchi, Fachärztin für Praktische Medizin FMH, Richterswil, gab einen Einblick in ihre Arbeit mit traumatisierten Menschen. Praktische Übungen ließen ihr Vorgehen zur Erfahrung werden.
Ebenso durften wir einen Eindruck von der Arbeit auf einer onkologischen Station, sowie einer Paliativstation, gewinnen. Frau Marlies Schildecker, Psychologische Psychotherapeutin am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Berlin-Kladow, berichtete von ihrer langjährigen Erfahrung.
Die Tagung wurde abgerundet von dem Beitrag von Corinna Falk, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die zu Bindung und Beziehung, Forschungsergebnisse, sowie Aspekte für die therapeutische Arbeit, behandelte.
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Ein ausführlicher Bericht zu der Frühjahrs-Tagung 2013 kann heruntergeladen werden unter:   Download PDF: Bericht Arlesheim 2.-3.05.14 (neu)

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Vom 04.-06. Oktober 2013 fand wieder die Herbsttagung für anthroposophische Psychotherapie und Psychosomatik im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Berlin-Kladow, statt. Es war um „die heilsame Behandlung von Schreck, Scham und Zweifel, gegangen. Es nahmen etwa 60 Personen teil.

Im Rahmen dieser Tagung fand am Samstag, 05.Oktober 2013 die ordentliche Mitgliederversammlung der DtGAP statt.

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Am 03. und 04. Mai 2013 fand die Frühjahrstagung der DtGAP, zusammen mit den Psychosomatischen Kliniken Sonneneck, in Badenweiler, statt. Die wunderschön gelegenen Kliniken Sonneneck boten beste Voraussetzungen für diese Tagung, zu der gut 60 Teilnehmer kamen.

Thematisch ging es um Depressionen im Lichte von Bindung und Beziehung.
Nach einer Einführung zum Tagungsthema durch Dr. Harald Haas, Psychiater aus Zürich, hielt Dr. Christian Schopper, der ärztliche Leiter der Sonneneck Kliniken den Hauptvortrag, bei dem er vielfältige Aspekte zu Depressionen aufzeigte. U.a. machte er darauf aufmerksam, dass auch viele berühmte Persönlichkeiten (Künstler, Schriftsteller, Politiker) Zeiten schwerer Depressionen hatten. Des weiteren betonte er die Bedeutung von  gelungener Bindung und Beziehung im Kindesalter. Zwischen Bindungsstörungen in der Kindheit und depressiven Zuständen im Erwachsenenalter würde ein deutlicher zusammenhang bestehen. Am folgenden Tag berichtete Herr Schrader, der als Psychologe in der Klinik Sonneneck arbeitet von seinem Vorgehen. Ein besonderer Aspekt dabei ist für ihn die Einbeziehung von Musik bei der Behandlung depressiven Menschen. Achim Weiser, Psychologischer Psychotherapeut aus Witten sprach über die Behandlung eines depressivenPatienten in der ambulanten Praxis. Dr. Rothdach, Oberarzt an den Kliniken Sonneneck, verwies auf die Zusammenhänge bei der Behandlung Depressiver mit Licht und Medikamenten. Zuletzt stellte Herr Dr. Horn, Kinderarzt und Psychotherapeut, sein multimodales Konzept vor, bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen.
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Die Konferenz der Medizinischen Sektion am Goetheanum, Schweiz, vom 13.-16.September 2012,  zum Thema „Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik“ war ein großer Erfolg!  Es kamen etwa 900 Teilnehmer aus 42 Ländern!  6 große Vorträge im Plenum und etwa 45 Arbeitsgruppen dienten dazu, anthroposophisch erweiterte Vorstellungen zum Tagungsthema,  zu erarbeiten.

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Studentische Mitgliedschaft

Möchten sie als Student bereits die Anthroposophische Psychotherapie kennenlernen und Mitglied  unserer Gesellschaft werden, unterstützen wir Sie gern mit unseren attraktiven Studententarif.

 

 

Die DtGAP ist ein Infomartionsplattform die Angebote von Anthroposophischen Therapeuten anbieten.

Bitte wende sie sich direkt  an dei Therapeuten.

 

Qualifizierte Therapeuten

Die psychotherapeutische Behandlung setzt eine anerkannte psychotherapeutische Qualifikation voraus. Das gilt auch für die Anthroposophische Psychotherapie. Sie wird Anthroposophische Psychotherapie von approbierten Ärzten und Psychologen angeboten, die eine entsprechende Zusatzqualifikation absolviert haben.