Veröffentlichungen

Buch-Neuerscheinungen:

Die Botschaft des Schmerzes
Anregung und orientierung für betroffene, Ärzte und Therapeuten
Markus Treichler, 1. Auflage 2017

Schmerz ist nie nur körperlich, sondern immer auch seelisch, geistig und mitmenschlich, er ist ein Phänomen, das den ganzen Menschen betrifft. Der Autor untersucht deshalb auf umfassende Weise medizinische, psychologische, philosophische, literarische kunsthistorische und gesellschaftliche Aspekte und bietet dabei behutsame Hilfestellung. Seine Überzeugung: Schmerz tut zwar immer weh, ist aber nicht immer schlecht; er wird zwar (normalerweise) nicht ersehnt, ist aber dennoch oft eine Hilfe. Er kann uns aus der Bahn werfen, aber auch Wege aufzeigen. Ob akut oder chronisch, kurz oder lang anhaltend, heftig oder gut erträglich, immer hat er das Potential, etwas zu verändern, im ganz Kleinen oder auch im Großen. In unserem Leben.

Jeder Schmerz hat eine Deutungsfunktion, ist eine Botschaft“ – Markus Treichler

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Am Wendepunkt
Impulse für eine anthroposophische orientierte Psychotherapie
Dr. phil. Holger Bahr; 2017

Im vorliegenden Band sind die Manuskripte von fünf Vorträgen abgedruckt, die Dr.phil. Holger Bahr in verschiedenen sozialen Zusammenhängen gehalten hat (u.a. an den Tagungen der Deutschen Gesellschaft für Anthroposophische Psychotherapie und in der Havelhöher Herzschule).
Bei der DtGAP gegen Schutzgebühr zu beziehen.

 

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Psychologie des Ich – Anthroposophie, Psychotherapie
Wolf-Ulrich Klünker, Johannes Reiner, Maria Tolksdorf und Roland Wiese
Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben; 2016

Die Autoren dieses Buches wurden von der Frage nach dem Ich zusammengeführt: Wie können in dem großen Wirkungsraum, den das kleine Wort „Ich“ eröffnet, Strukturen und Dimensionen erkannt werden, die für eine zukunftsfähige Psychologie und für die psychotherapeutische Arbeit relevant sind? Ihr Anliegen besteht darin, einige Grundlagen einer in diesem Sinne gleichsam „Ich-basierten“ Psychotherapie zu formulieren. So finden sich in dem Buch menschenkundliche Überlegungen und Kasuistiken zur therapeutischen Arbeit mit einem differenzierten Ich-Begriff (Johannes Reiner); die Beschreibung eines heilsamen Entfaltungsraumes der Ich-Gegenwärtigkeit in Kindheit und Jugend (Maria Tolksdorf); die begrifflich-therapeutische Weiterarbeit mit von Rudolf Steiner aufgezeigten Ich-Dimensionen (Roland Wiese) sowie eine Darstellung geistesgeschichtlicher Entwicklung der Wissenschaft vom Ich mit Zukunftsaspekten des 21. Jahrhunderts (Wolf-Ulrich Klünker).

Buchbesprechung
Klünker, Reiner, Tolksdorf, Wiese: Psychologie des Ich. Anthroposophische Psychotherapie. Verlag Freies Geistesleben 2016.

„Wir sind keine menschlichen Wesen, die geistige Erfahrungen machen, sondern geistige Wesen, die menschliche Erfahrungen machen.“ Diese indische Weisheit bringt ein Grundverständnis der Anthroposophie Rudolf Steiners zum Ausdruck. Sie hat in zahlreichen Lebenszusammenhängen innovative  Beiträge geleistet und darin weltweit Anerkennung gefunden: im Bereich der alternativen Landwirtschaft etwa war sie Vorreiterin der ökologischen Erzeugung, sie hat schon früh natürliche Arzneien und Kosmetik entwickelt und ebenso in der Pädagogik durch die Waldorf-Bewegung eine neue Form der Erziehung umgesetzt. Und im Bereich der Psychotherapie? Steiners umfassende Menschenkunde muß implizit ja auch den Anspruch hilfreicher Zugänge für ein psychotherapeutisches Arbeiten erheben  – umso merkwürdiger erscheint es, dass die anthroposophische Psychotherapie ein weitgehendes Nischendasein führt. Wirklich merkwürdig? Eigentlich nicht – denn das Sich-Einlassen auf Steiners Menschenbild bedeutet ja nicht nur das Sich-Einlassen auf ein sehr umfängliches philosophisches Grundverständnis, sondern vor allem auch auf eine geistige Konzeption des Menschen, welche auch Ideen von Reinkarnation, also nachtodlicher Existenz, und Karma umfasst. Entstand die Anthroposophie in historischer und räumlicher Nähe zur Psychoanalyse (Steiner war etwa ebenso mit Dr. Breuer bekannt wie auch Freud), so stellen die Steinerschen Konzepte sicherlich die größere „intellektuelle Zumutung“ dar, die eine Bereitschaft zu vorurteilsfreiem Erkunden voraussetzt. Das erfordert auch die Lektüre des Bandes „Psychologie des Ich“, das einige Grundgedanken anthroposophischer Psychotherapie vorstellt und diskutiert. Der Aufsatzband stellt Steiners menschenkundliche Ausgangspunkte für die Psychotherapie vor und diskutiert ihre Anwendung mit Beispielen sowohl für die Behandlung von Erwachsenen als auch von Kindern und Jugendlichen. Zentral ist dabei die Vorstellung eines geistigen Wesenskerns im Menschen, der insbesondere durch die Kraft des Bewusstseins Ich-Stärke entwickelt. Psychotherapeutisches Arbeiten beinhaltet im anthroposophischen Verständnis entsprechend, diese tätige Ich-Kraft im Menschen durch ein harmonisches Zusammenspiel von Denken, Fühlen und Willenskraft zu fördern. Vor diesem Hintergrund ist es kein Zufall, dass es im Titel um eine „Ich-Psychologie“ geht. Es ist spannend, sich mittels des Bandes auf ein ungewöhnliches therapeutisches Menschenbild einzulassen, das spirituell fundiert ist und darin eine Ausnahme im Bereich psychotherapeutischer Schulen bildet. Der Band markiert so indirekt auch die spirituellen Leerstellen anderer Konzeptionen und provoziert zum Nachdenken und zur Diskussion. Kritisch anzumerken ist, dass das Buch nicht nur einiges an Vorwissen von Steiners Lehre voraussetzt, sondern an vielen Stellen auch nicht umhin kommt, sich im spezifischen anthroposophischen Sprachduktus mitzuteilen. Und auch der ist vielfach ungewohnt und nicht immer leicht zu schlucken. In diesem Sinne hat es die anthroposophische Landwirtschaft in Bezug auf „gängige Konsumgewohnheiten“ sicher um einiges leichter.

Vera Kattermann
Artikel erschienen im Deutschen Ärzteblatt PP 16, Ausgabe April 2017, Seite 189

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Rudolf Steiner – Grenzerlebnisse der Seele –
Schreck, Scham, Zweifel und schreckvollste Verwirrung
herausgegeben von Harald Haas.
Dornach: Rudolf-Steiner-Verlag; 2016

Das neu im Rudolf Steiner Verlag erschienene Buch ist das Ergebnis jahrelanger Literatur-Recherche und viel psychiatrisch- psychotherpeutischer Erfahrung. Klassische psychotherapeutische und medizinische Konzepte sowie die entsprechenden Diagnosen im IDC werden durch die Zusammenstellungen von Rudolf Steiner zu den genannten  Grenzerlebnissen immer wieder von verschiedenen Gesichspunkten beleuchtet.  Das Verständnis der Wesensglieder und der jeweiligen Besonderheiten von leiblichen und seelischen Symptomen bei Phobien, Zwängen und dissoziativen Phänomenen wird schrittweise erarbeitet, so dass man am Ende auch den Sinn der von Rudolf Steiner gegebenen jeweiligen Therapieanregungen besser verstehen kann.

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In der Nacht sind wir zwei Menschen, Arbeitseinblicke in die Anthroposophische Psychotherapie
herausgegeben von Johannes Reiner
Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben; 2012

20 Autoren äußern sich zu je einem für sie bedeutsamen Thema. Damit eignet sich dieses Buch, um einen Einblick zu bekommen, auf welchem Stand die Anthroposophische Psychotherapie ist und welche Themen derzeit bearbeitet werden.

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Psychotherapie der menschlichen Würde
von Ad Dekkers
Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben

In diesem Werk zeigt der sehr erfahrene Psychotherapeut aus Holland die Grundzüge einer Anthroposophischen Psychotherapie auf und macht dieses Buch mit Hilfe verschiedener beschriebener Übungen zu einem praktischen Nachschlagewerk.

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Rundbrief 2016

Berichte, Artikel, Gedanken zur Anthroposophischen Psychotherapie
bei der DtGAP gegen Schutzgebühr zu beziehen

 

 

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Rundbrief 2015

Berichte, Artikel, Gedanken zur Anthroposophischen Psychotherapie
bei der DtGAP gegen Schutzgebühr zu beziehen